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Alexanderwerk-Brotschneidemaschine: Geschichte des Remscheider Herstellers und Gebrauchtkauf

Alexanderwerk wurde 1885 in Remscheid als Gießerei gegründet und hatte laut Firmenhistorie schon 1899 Brotschneider im Sortiment, neben Fleischwolf, Reiben, Fruchtpressen und Waagen. Heute baut das Unternehmen Kompaktier- und Granulieranlagen für die Industrie, keine Küchengeräte mehr. Wer eine alte Alexanderwerk-Brotschneidemaschine kauft, kauft deshalb ein Sammlerstück ohne Herstellerservice.

von der Redaktion aktualisiert am 20. Oktober 2026 4 Min. Lesezeit

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Das Wichtigste vorab

Alexanderwerk ist ein Remscheider Unternehmen, 1885 von Alexander von der Nahmer als Gießerei gegründet. Brotschneider gehörten laut Firmenhistorie ab 1899 zum Sortiment. Ein Museumsstück im Hellweg-Museum Geseke ist ein Hebel-Brotschneider mit gebogener Klinge aus Holz und Eisen, datiert 1901–1950. Ersatzteile vom Hersteller sind nicht belegt, das Unternehmen baut heute Industrieanlagen.

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Angeschnittenes Landbrot mit unterschiedlich dicken Scheiben und Krümeln auf einem Holzbrett
Bild: KI-generiert (Google Gemini)

Der Name Alexanderwerk steht auf vielen alten Küchenmaschinen aus Gusseisen. Wer eine Alexanderwerk-Brotschneidemaschine erbt oder kaufen will, findet im Netz vor allem Angebote, aber kaum gesicherte Angaben. Hier steht, was die Firmenhistorie und Museumssammlungen belegen – und was offen bleibt.

Wer hinter Alexanderwerk steckt

Laut eigener Historie gründete Alexander von der Nahmer das Unternehmen 1885 in Remscheid als Gießerei. Das erste Produkt war ein handbetriebener Fleischwolf. Die RETRO STATION Recklinghausen schreibt in ihrer Objektbeschreibung, der Gründer habe das Gerät in den USA entdeckt und sich die Lizenz für die Produktion in Deutschland gesichert; Alexanderwerk habe sich früh zu einem der wichtigsten Hersteller von Haushaltsgeräten entwickelt.

1885
Gründung in Remscheid als Gießerei (Firmenhistorie)
1899
Aktiengesellschaft, Sortiment mit Brotschneidern
1930er
Fokus auf Maschinen für Chemie und Pharma
heute
Kompaktier- und Granulieranlagen, keine Küchengeräte

1899 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Zum Sortiment zählt die Firmenhistorie für diese Zeit Brotschneider, Reiben, Fruchtpressen, Christbaumständer, Waagen sowie Maschinen für Fleischereien und Großküchen. In den 1930er-Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt auf Maschinen für die chemische und pharmazeutische Industrie, vor allem Granuliermaschinen. Heute beschreibt sich die Gruppe als Hersteller von Kompaktier- und Granulierlösungen. Das Heimatmuseum Teltow datiert die Spezialisierung auf Maschinen für die Pharmaindustrie dagegen auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg – die Quellen weichen hier voneinander ab.

Brotschneider von Alexanderwerk: was belegt ist

Eine Modellliste der Alexanderwerk-Brotschneider haben wir in keiner seriösen Quelle gefunden. Wir nennen deshalb keine Modellnamen. Belegt sind diese Punkte:

  • Werbung um 1895. Im Anzeigenteil des Hefts „Für die Küche!“ von August Oetker, das Projekt Gutenberg auf 1895 datiert, wirbt Alexanderwerk für Brotschneidemaschinen mit Messern aus Stahl, die selten geschliffen werden müssten. Verkauft wurden die Maschinen laut Anzeige über den Haus- und Küchengerätehandel.
  • Ein Museumsstück in Geseke. Das Städtische Hellweg-Museum Geseke zeigt einen „Brotschneider der Firma Alexanderwerk“. Laut Objektbeschreibung sitzen auf Gussteilen zwei Bretter in V-Form, über dem Schneidwerkzeug liegt ein Bügel mit Inschrift, und ein Hebel mit Handgriff bewegt eine gebogene Klinge. Material: Holz und Eisen, Maße 33 × 46 × 39 Zentimeter, datiert 1901 bis 1950.

Das Geseker Gerät ist also kein Kurbelgerät mit Rundmesser, sondern ein Hebel-Brotschneider – eine eigene Bauform, die wir unter Brotschneider-Arten erklären. Ob Alexanderwerk auch Brotschneidemaschinen mit Handkurbel und Rundmesser gebaut hat, belegen die Quellen, die wir gelesen haben, nicht.

Weitere Alexanderwerk-Geräte in Museen

Museumssammlungen zeigen, wie breit das Haushaltssortiment war. Alle Objekte sind auf museum-digital verzeichnet:

GerätMuseumDatierung laut MuseumMaterial
Brotschneider mit HebelHellweg-Museum Geseke1901–1950Holz, Eisen
FleischwolfRETRO STATION Recklinghausen1900–1920Gusseisen, Holz, Messing
Mandelmühle mit KurbelHeimatmuseum Stadt Teltow1930er-JahreEisenguss, Holz

Typisch für diese Geräte sind Gusseisen und Holz und eine Befestigung am Tisch. Wer sich für den Stil interessiert, findet heutige Kurbelgeräte im Vintage-Design unter Retro-Brotschneidemaschine.

Gebrauchtkauf: worauf du achtest

Für Alexanderwerk-Geräte gibt es keinen Herstellerservice mehr, den wir belegen könnten. Damit gilt umso mehr, was für jede alte Brotschneidemaschine gilt:

  1. Bauart klären. Hebel mit gebogener Klinge oder Kurbel mit Rundmesser? Prüfe, ob und wie sich die Scheibendicke einstellen lässt – die Museumsbeschreibung des Geseker Geräts nennt dazu nichts.
  2. Klinge ansehen. Rost, Ausbrüche und eine verbogene Schneide lassen sich zu Hause kaum sauber beheben.
  3. Vollständigkeit prüfen. Fehlende Teile bekommst du nach unseren Quellen nicht beim Hersteller.
  4. Schriftzug suchen. Eine Inschrift wie beim Geseker Museumsstück hilft, die Herkunft zuzuordnen.
  5. Lebensmittelkontakt bedenken. Ob alte Lacke und Oberflächen heutigen Anforderungen entsprechen, lässt sich ohne Herstellerangabe nicht sagen.

Für wen ein Alexanderwerk-Gerät passt – und die Alternative

Ein altes Alexanderwerk-Gerät ist etwas für Sammler und alle, die Küchengeschichte mögen. Wer täglich Brot schneiden will, ist mit einem neuen Kurbelgerät besser bedient, für das es Ersatzmesser und Kurbeln beim Hersteller gibt. Den Stil der alten Gussmaschinen hat die Zassenhaus CLASSIC: Druckgussgehäuse, Brett und Kurbel aus Buchenholz, Rundmesser aus Solinger Klingenstahl, 1–18 mm.

Favorit: Kurbel für BrotAnzeige

Zassenhaus

Zassenhaus CLASSIC

Die klassische Kurbel-Brotschneidemaschine: Rundmesser mit Wellenschliff, Buchenholzbrett, kein Strom.

Warum hier: Kurbelgerät im alten Stil, aber neu – mit Ersatzmesser, Kurbel und Holzbrett im Hersteller-Shop.

Ideal für: Haushalte, die vor allem Brot schneiden und ein kompaktes Markengerät mit Kurbel wollen.

Stärken

  • Stufenlos 1–18 mm, Rundmesser mit Wellenschliff aus Solinger Klingenstahl
  • Brett und Kurbel aus Buchenholz, Gehäuse aus Druckguss
  • Kleinste Stellfläche unter den Markengeräten mit Kurbel

Schwächen

  • Kein Restehalter: Die Anleitung empfiehlt für Brotenden eine Kuchengabel
  • Nicht spülmaschinengeeignet, Holzbrett regelmäßig ölen
  • Für Brot gebaut – kein Schlitten für Wurst und Käse

obere Preisklasse

Antrieb
Handkurbel, ohne Strom
Messer
Rundmesser, Wellenschliff, Solinger Klingenstahl
Schnittstärke
1–18 mm stufenlos
Maße
ca. 30 × 25,5 × 19 cm
Gewicht
ca. 2,4 kg (Hersteller)
Schlitten & Restehalter
Holzbrett ohne Schlitten, kein Restehalter

Mehr zur Marke steht unter Zassenhaus, ostdeutsche Kurbelgeräte aus Museen zeigt die Seite DDR-Brotschneidemaschine. Alle neuen Kurbelgeräte mit Datenblatt-Werten stehen im Vergleich nach Datenblatt, den Überblick gibt die Startseite.

Oft gefragt

Wann wurde Alexanderwerk gegründet?

Laut Firmenhistorie 1885 in Remscheid. Gründer war Alexander von der Nahmer, das Unternehmen begann als Gießerei und stellte zuerst einen handbetriebenen Fleischwolf her. 1899 wurde es in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und an der Frankfurter Börse notiert. Den Sitz in Remscheid hat die Alexanderwerk GmbH bis heute.

Baut Alexanderwerk noch Brotschneidemaschinen?

Nein. Die heutige Alexanderwerk-Gruppe beschreibt sich als Hersteller von Kompaktier- und Granulierlösungen für Chemie, Pharma, Lebensmittelindustrie, Life Science und Nukleartechnik. Laut Firmenhistorie rückten schon in den 1930er-Jahren Maschinen für die chemische und pharmazeutische Industrie in den Mittelpunkt. Küchengeräte führt das Unternehmen nicht mehr.

Gibt es Ersatzteile für eine alte Alexanderwerk-Brotschneidemaschine?

Eine Bezugsquelle beim Hersteller ist in unseren Quellen nicht belegt; das Unternehmen baut heute Industrieanlagen. Kauf ein altes Gerät deshalb nur vollständig und mit intakter Klinge. Was du vor Ort prüfst, steht in unserer Checkliste für alte Brotschneidemaschinen.

Was ist eine alte Alexanderwerk-Brotschneidemaschine wert?

Dazu haben wir keine belastbaren Daten. Gebrauchte Geräte werden vor allem privat angeboten, die Preise schwanken. Wir nennen bewusst keine Beträge. Mehr wert ist ein Gerät, das vollständig ist, dessen Klinge keinen Rost und keine Ausbrüche hat und dessen Mechanik sauber läuft.

Belege & Quellen

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Wer hier vergleicht

Redaktion brotschneidemaschine-manuell.de

Vergleich manueller Brotschneidemaschinen

Wir sind die Redaktion von brotschneidemaschine-manuell.de. Wir lesen Datenblätter, Bedienungsanleitungen und Herstellerseiten von Kurbelgeräten, Hand-Allesschneidern und Schneidehilfen, gleichen sie mit Fachquellen ab und machen daraus eine verständliche Kaufberatung – mit Quellen auf jeder Seite. Eigene Labortests machen wir nicht, und das sagen wir offen.

  • Datenblätter & Anleitungen ausgewertet
  • Quellen auf jeder Seite
  • Keine Labortests – offen gesagt
  • Anbieterangaben im Impressum

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